„Investitionen in Anlagen zur Sicherung zusätzlicher Einspeisemöglichkeiten sind zentrale Aufgaben für die Wasserversorgung im Rahmen des Klimawandels. Neben den zunehmend notwendigen Erhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen sind die Kosten für solche Maßnahmen Gründe für erforderliche Anpassungen des Wasserpreises beim Verband, aber auch in der gesamten Wasserversorgung“, so der stellv. WVGN-Geschäftsführer Sebastian Kratz bei der Inbetriebnahme.
Daten und Fakten
- Bauvorhaben: Übergabestation zur Transportleitung der Harzwasserwerke GmbH
- Investitionsvolumen: rund 400.000 Euro
- Wasserlieferungsvertrag: bis zu 300.000 m³ Trinkwasser pro Jahr
- Nutzung: bedarfsgerechte Einspeisung in das Versorgungsnetz
- Ziel: Erhöhung der Versorgungssicherheit und Stärkung der Resilienz der Trinkwasserversorgung
Mit dem Bau einer Übergabestation in Luthe hat der Wasserverband Garbsen (WVGN) hat ein wichtiges Infrastrukturprojekt zur Sicherung der Trinkwasserversorgung in der Region in Betrieb genommen. Die Übergabestation verbindet das Leitungsnetz des WVGN mit dem der Harzwasserwerke GmbH (HWW).
Die Kosten für die Anlage betrugen 400 Tsd. €, im Mittelpunkt steht jedoch der Nutzen: Die Anlage stellt einen zusätzlichen Bezug von Trinkwasser aus dem Versorgungsnetz der HWW sicher, um auch im Bedarfsfall zusätzliche Wasserlieferung zu ermöglichen. Insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels und der in Trockenphasen stark ansteigender Verbräuche ist die Vernetzung mit benachbarten Wasserversorgern hoch wichtig.
Mit den HWW wurde zunächst ein „Probejahr“ vereinbart, in denen die Anpassung von Liefermengen ausprobiert werden. Langfristig ist ein Liefervertrag vorgesehen, der u.a. eine ständige Abnahme von den HWW sicherstellt. Diese Menge ist aufgrund der beiden bestehenden Wasserwerke beim WVGN relativ niedrig und macht „nur“ rd. 5 % der jährlichen Wassermenge des Verbandes aus. Die Einspeisemenge kann aber in gegenseitiger Abstimmung dem Bedarf angepasst werden. Dies wird insbesondere bei saisonalen Spitzenlasten oder außergewöhnliche Versorgungslagen wie z.B. Baustellen erforderlich.
„Eine sichere Trinkwasserversorgung ist eine gemeinsame regionale Aufgabe. Unser leistungsfähiges Verbundsystem schafft zusätzliche Sicherheit und ermöglicht es, Wasser dort bereitzustellen, wo es bei Bedarf benötigt wird. Die neue Verbindung mit dem WVGN ist dafür ein gutes Beispiel“, sagt Vertriebsleiter Thomas Gerberding von den Harzwasserwerken.
