Pflanzenschutzmittelrückstände (Metabolite) im Trinkwasser?

Beim WVGN sind im Grundwasser und damit auch im Trinkwasser keine Pflanzenschutzmittel sowie keine „relevanten Metabolite“ (Abbauprodukte der Pflanzenschutzmittel)  vorhanden. Nachgewiesen wurden Rückstände eines „nicht relevanten Metabolites“ im Wasserschutzgebiet Forst Esloh. Dabei handelt es sich um ein Abbauprodukt des sogenannten Herbizid Chloridazon, welches zur Unkrautbekämpfung im Rübenanbau zum Einsatz kommt. Nicht relevante Metabolite haben keine Gefährdungswirkung, daher gelten für sie keine Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung sondern lediglich gesundheitliche Orientierungswerte.

Im Wasserschutzgebiet Forst Esloh liegen keine Überschreitungen des Orientierungswertes vor. Eine technische Aufbereitung des Rohwassers aufgrund o. g. Substanzen ist nicht erforderlich.

Die Landwirtschaft hat in diesem Gebiet einen freiwilligen Verzicht auf Einsatz von chloridazonhaltigen Produkten im Pflanzenschutz in 2010 ausgesprochen. Daher kann von einem langsamen Abbau bzw. Reduzierung dieser im Boden vorhandenen Substanzen ausgegangen werden. Unterstützt wird diese Einschätzung durch die Schließung einer Zuckerfabrik vor ca. 10 Jahren sowie einem Anbau alternativer Feldkulturen wie z. B. Raps.

Der Wasserverband beobachtet anhand systematischer Untersuchungen an den Grundwassermessstellen die weitere Entwicklung.

Garbsen, 23.06.2015

 

Reinhard Niemeyer                                                      Sebastian Kratz

Geschäftsführer                                                          Stellv. Geschäftsführer

 

Unsere aktuellen Trinkwasseranalysen finden Sie unter:

http://www.wvgn.de/index.php/downloads#analysen

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