Fracking-Regelungspaket vollständig in Kraft getreten

23.02.2017. Am 11.02.2017 sind die zentralen Regelungen zur Untersagung und zur Risikominimierung bei den Verfahren der Fracking-Technologie im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) in Kraft getreten. Somit sind sämtliche Fracking-Vorhaben in Einzugsgebieten von Trinkwassergewinnungsanlagen und Wasserschutzgebieten generell verboten.

Ausgenommen von dem Verbot sind insgesamt vier Erprobungsmaßnahmen, die wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Auswirkungen auf die Umwelt, insbesondere den Untergrund und den Wasserhaushalt, bringen sollen. Sie stehen jedoch unter Ländervorbehalt. Gegenüber dem VKU äußerten sich die Bundesländer bereits im letzten Jahr skeptisch bis ablehnend gegenüber Probebohrungen. Dies wurde durch eine aktuelle Umfrage der Neuen Osnabrücker Zeitung nochmals öffentlich bestätigt. Aus diesem Grund sieht auch die Bundesregierung derzeit keinen Grund, eine Besetzung der Expertenkommission, die die Erprobungsvorhaben begleiten soll, vorzunehmen. Für den wissenschaftlichen Begleitprozess stellt der Bund jährlich etwa 4 Millionen Euro bereit.

Der VKU hat sehr lange für ein "Wasserschutzgesetz" gekämpft (Der WVGN ist Mitglied im VKU). Mit dem Inkrafttreten der Regelungen im WHG findet das jahrelange und zähe Ringen ein vorläufiges Ende. 2021 soll der Bundestag die Regelungen überprüfen und ggf. anpassen.

http://www.vku.de/wasser/umwelt/energie-und-wasser/fracking-regelungspaket-vollstaendig-in-kraft-getreten.html

 

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frisch. natürlich. vor Ort.