Ausschuss bekräftigt Vertrauen in die Arbeit von Geschäftsführung und Vorstand

Gleichzeitig wiesen der Ausschuss sowie der Vorstand des WVGN die Äußerungen der Bürgermeister Grahl und Herbst in den Medien entschieden zurück. Der Verband bzw. die Gremien Verbandsvorstand und –ausschuss betonten, dass sie ein Anrecht darauf haben zu erfahren, wozu die Verwendung des von den Verwaltungsspitzen angeforderten umfangreichen Zahlenmaterials (70 Fragen) erforderlich ist. Nach einer umfassenden Informationsveranstaltung des WVGN im Oktober 2019 zeigten sich die Bürgermeister zufrieden; zusätzliche zu stellende Fragen der beiden Kommunen Garbsen und Neustadt wurden dem Verband nicht zugeleitet. Aus Verbandssicht hatte man daher die Information als abgeschlossen betrachtet. Dass nun in und unmittelbar nach der Corona-Pandemie, die auch die Verbandsarbeit erschwert hat, vehement und über die Medien die Beantwortung der 70 Fragen eingefordert wird, gleichzeitig dem Verband Unwilligkeit unterstellt wird, kann nicht hingenommen werden. Letztlich ging es nur um die Bearbeitungszeit. Die von den Bürgermeistern verlangte Ausarbeitung innerhalb von 3 Wochen ist aufgrund der aktuell wieder angelaufenen Bausaison für den Verband zu kurz. Die vom Vorstand verlangte Auskunft über das Ziel und Zweck dieses Arbeitsaufwandes steht aus nicht bekannten Gründen noch aus.

Im Moment kann der Verband die Zwecke und Ziele seiner Neustädter und Garbsener Kritiker so bislang nur andeutungsweise der Presse entnehmen: Vermehrt ist von den Stadtwerken und der Leinenetze die Rede, die in allen besser aufgestellt seien. Der Verbandsvorsteher hält die aktuelle Diskussion in einer Zeit, in der der erheblicher Aufwand für Rohrnetzerneuerungen auch auf höherer politischer Ebene diskutiert wird, in der landesweit die Nitratwerte an vielen Stellen durch die landwirtschaftliche Nutzung angestiegen sind und ganz Deutschland über die Verschärfung der Düngeverordnung spricht, in der stark nachlassende Niederschläge zu einer dramatischen Änderung der Wasserbewirtschaftung führen, für ein politisch fragwürdiges Unterfangen und schade der Region.

Wirtschaftlich wurde in den 70 er Jahren mit dem WVGN ein Verband gegründet, der von den Kommunen bei der Gründung höhere Schulden bekam als Vermögen (negatives Eigenkapital), sodass hier ein finanzieller Ausgleich durch Bareinlagen der Kommunen hätte erfolgen müssen. Dies wurde in den letzten 5 Jahren finanziell ausgeglichen, u.a. durch einen höheren Wasserpreis. Dadurch hat der Verband erstmals eine strategisch gute und stabile Position geschaffen, um die nun besonderen Herausforderungen anzugehen. Diese Erfolge werden von den Bürgermeistern offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen. Lösungen für die geänderten Rahmenbedingungen schafft die aktuell angezettelte Diskussion jedoch nicht. Dass gewinnorientierte Stadtwerke für die Nitratproblematik, ausbleibende Niederschläge, verändertes Verbrauchsverhalten durch automatische Bewässerung etc. Lösungen haben, erschließt sich den Verantwortlichen beim Wasserverband nicht. Der WVGN ist weiterhin für Gespräche über Kooperationen offen und lässt sich gern vom Gegenteil überzeugen.

Wilfried Aick, Verbandsvorsteher WVGN

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frisch. natürlich. vor Ort.