So gewinnen wir Wasser

... aus der Region

Unser Trinkwasser kommt aus der Natur. Es wird in der Region gewonnen, in der es auch genutzt wird. Von uns behutsam aufbereitet, kommt es auf kurzen Wegen zu Ihnen: aus der Region – für die Region.

Für beide Wasserwerke existieren jeweils per Gesetz festgelegte Schutzgebiete. Diese Wasserschutzgebiete sind in mehrere Schutzzonen unterteilt:

Im Wasserschutzgebiet Forst Esloh durchläuft das Niederschlagswasser mehrere Jahre einen natürlichen Filter aus mächtigen Deckschichten. Dabei reichert es sich mit den Mineralien Calcium und Magnesium an, um schließlich über einer Tonschicht als Grundwasserleiter bereitzustehen.

Im Wasserschutzgebiet Hagen fehlen durchgängige natürliche Deckschichten. Nur vereinzelt sind linsenförmige und weniger wasserdurchlässige Schichten vorhanden. Deswegen ist das Wasser weniger mineralhaltig, wenn es im Grundwasserleiter ankommt.

... für Mensch und Natur

Um den Zustand des Wassers und der Grundwasserstände im Wasserschutzgebiet zu überwachen, werden viele Daten erfasst und kontinuierlich ausgewertet. Dies ist im sogenannten Wasserrecht festgelegt, nach dem nur so viel Wasser entnommen werden darf, dass es noch im Einklang mit Natur und Wasserkreislauf  ist.

Größte Teile der Wasserschutzgebiete sind bewaldet oder werden als Ackerfläche genutzt. Weil uns eine bodenschonende nitratarme Bewirtschaftung der Flächen durch die Landwirtschaft sehr wichtig ist, beraten wir die Landwirtschaft in mehrjährigen Schutzkonzepten. Gemeinsam leisten wir so aktiven, nachhaltigen Grundwasser- und Naturschutz. (Bild Kooperation Landwirtschaft)

Neben der Landwirtschaft möchten auch andere wirtschaftlich denkende Branchen die Bodenschätze für sich nutzen: Bohrunternehmen für Schiefergas, Erdwärmegewinnung für Haushalte, Kohlendioxidlagerung etc. Diese Entwicklung verfolgt der Wasserverband kritisch und bezieht sachlich aber eindeutig Stellung, um die Trinkwasservorkommen nachhaltig für kommende Generationen zu erhalten.